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Kurzübersicht

Eine Pergola erweitert Gartenraum und bietet Schatten und Gemütlichkeit.

Der Bau einer Pergola erfordert sorgfältige Planung bezüglich Position, Größe und Materialwahl. Wetterfeste Hölzer sind ideal, und eine sichere Verankerung ist entscheidend für Stabilität.

  • Achte auf Bauvorschriften und Genehmigungen.
  • Verwende wetterfestes Holz wie Douglasie oder Lärche.
  • Sichere die Pergola mit stabilen Verankerungen gegen Wind.
Eine Pergola ist eine ideale Ergänzung für jeden Garten, denn sie spendet Schatten, ist eine Rankhilfe für Pflanzen und sorgt für eine gemütliche Atmosphäre. Ob Entspannung im Freien oder Party mit Freunden – unter der Pergola ist alles möglich. Mit etwas handwerklichem Geschick baust du deine Pergola selber und kannst alle deine Wünsche umsetzen. Wir fassen für dich zusammen, was bei der Planung wichtig ist, welches Material du benötigst und wie deine Pergola wetterfest wird.

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Was solltest du beachten, wenn du eine Pergola selber bauen möchtest?

Bevor du mit dem Bau beginnst, solltest du dir Gedanken über die Position, Größe und das Design deiner Pergola machen. Überlege, der beste Platz ist, damit sie Schatten spendet und deinen Garten optisch aufwertet.

Informiere dich über die örtlichen Bauvorschriften und hole, wenn nötig, rechtzeitig eine Genehmigung ein. Außerdem solltest du dir überlegen, ob du die Pergola dauerhaft oder temporär aufstellen möchtest.

Eine Genehmigungspflicht besteht zum Beispiel bei folgenden Punkten:

  • Die Fläche der Pergola überschreitet 30 Quadratmeter
  • Die Tiefe überschreitet 3 Meter
  • Du planst eine feste Überdachung
  • Du planst eine gewerbliche Nutzung

Welche Größe sollte eine Pergola haben? Dies ist abhängig von drei Faktoren: 

  1. Nutzung: Für ausreichend Platz unter der Pergola für Tisch und Stühle sollten die Mindestmaße 3x4 Meter betragen. Soll die Pergola eher dekorativ sein oder als Sichtschutz dienen, reichen auch 2x2 Meter aus.
  2. Höhe: Die Höhe der Pergola sollte idealerweise unter 3 Metern liegen, um die Baugenehmigungen in den meisten Bundesländern einzuhalten.
  3. Optik: Die Größe der Pergola sollte zum Garten passen, da eine zu große Pergola in einem kleinen Garten schnell überladen wirkt. Gleichzeitig sollte ausreichend Platz für Beete oder andere dekorative Elemente erhalten bleiben.

Welches Holz eignet sich am besten für eine Pergola?

Für den Bau eignen sich robuste, wetterfeste Hölzer wie Lärche, Douglasie oder Robinie. Diese Holzarten sind langlebig und widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse. Alternativ kannst du auch druckimprägniertes Holz verwenden, das zusätzlich geschützt ist.

Wichtig ist, dass das Holz gut getrocknet ist, um später Rissbildung zu vermeiden. Für eine bessere Einschätzung, welche Holzart du für deine Pergola einsetzen möchtest, findest du nachfolgend die Vorteile der einzelnen Sportarten: 

  • Lärche: Lärche ist ein harzreiches Holz, das über einen natürlichen Schutz vor Feuchtigkeit verfügt. Es ist deutlich günstiger als Robinie und bringt eine relativ hohe Festigkeit mit. Zudem kann es gut bearbeitet werden und gilt als optisch sehr ansprechend. Das Holz ist goldbraun und bekommt über die Zeit eine Patina mit einem silbrigen Schimmer. 
  • Douglasie: Douglasie ist resistent gegenüber verschiedenen Witterungen und bringt eine mittlere bis hohe Tragfestigkeit mit. Bei einer fachgerechten Trocknung ist es kaum rissanfällig. 
  • Robinie: Robinie verfügt über eine extreme Witterungsbeständigkeit und gehört der Dauerhaftigkeitsklasse 1 nach DIN EN 350 an. Es hat eine hohe Resilienz gegen Schädlinge und gilt als sehr festes Holz mit einer guten Formbeständigkeit. 

Welche Holzstärke wird für eine Pergola benötigt?

Für die Pfosten einer Pergola empfiehlt sich eine Stärke von mindestens 8 bis 12 cm, um Stabilität zu gewährleisten. Die Querbalken können, je nach Design und Spannweite, zwischen 4 und 6 cm stark sein. Die genaue Stärke hängt von der Größe deiner Pergola ab.

Welche Befestigungsmöglichkeiten eignen sich für den Bau einer Pergola?

Du kannst deine Pergola entweder im Boden oder auf einer festen Terrasse verankern. Für den Boden eignen sich Anker. Du kannst auch Pfosten nutzen, die in Fundamenten stehen. Bei einer Terrasse kannst du die Pfosten direkt in die vorhandenen Befestigungen schrauben. Achte darauf, stabile und sichere Befestigungen zu wählen, damit die Pergola auch bei Wind standhält.

Tipp der Redaktion: Eine Befestigungsvariante, bei der das Holz nicht mit dem Boden in Berührung kommt, ist eine gute Entscheidung. So ist das Holz nicht der Feuchtigkeit aus dem Boden ausgesetzt und die Haltbarkeit erhöht sich. 

Die Befestigung einer Pergola kann entweder im Boden oder auch auf festen Untergründen erfolgen. Die Befestigung im Boden ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn die Pergola im Garten und nicht auf der Terrasse oder in direkter Nähe zum Haus aufgebaut wird. Hier eignen sich: 

  • Bodenanker zum Einbetonieren: Hierbei handelt es sich um Metallhalterungen, die in ein frisch gegossenes Fundament aus Beton gelegt werden. Sie bieten eine sehr hohe Stabilität und einen idealen Schutz vor Feuchtigkeit, da das Holz nicht direkt im Boden sitzt. 
  • Pfostenträger auf Betonfundamenten:  H-Pfostenträger sind einbetonierbar und bieten die höchste Stabilität. U-Pfostenträger können sowohl einbetoniert als auch eingedübelt werden. Dübelbare Pfostenträger mit Bodenplatte eignen sich dann, wenn schon ein bestehendes Fundament vorhanden ist. 
  • Einschlaghülsen: Gerade für kleine Pergolen sind Einschlaghülsen geeignet. Sie werden in den Boden mit Hammer geschlagen, können einfach wieder entfernt werden und verhindern den direkten Kontakt der Holzpfosten zur Erde. 

Die zweite Variante ist die Befestigung auf festen Untergründen, wie der Terrasse. In dem Fall eignen sich die folgenden Befestigungsvarianten: 

  • Aufschraubbare Pfostenträger: Es handelt sich um Metallträger mit einer breiten Bodenplatte, die mit Schrauben oder Schwerlastdübeln auf einen festen Untergrund montiert werden. Der Holzpfosten wird anschließend darauf befestigt. Hier schaffst du eine hohe Stabilität mit geringem Aufwand. Zudem können Pfosten bei Bedarf einzeln ausgetauscht werden. 
  • Chemische Verankerungen: Dabei handelt es sich um ein Zweikomponenten-System, bei dem ein Spezialmörtel aus Harz und Härter  in ein Bohrloch  i Beton eingespritzt wird. Anschließend wird eine Ankerstange oder ein Pfosten hineingedreht. Der Mörtel härtet aus und verklebt die Stange oder Pfosten mit dem Untergrund. Dadurch entsteht eine sehr hohe Stabilität. 
  • Schwerlastanker: Ein Schwerlastanker besteht meist aus Stahl und wird in ein vorgebohrtes Loch in Beton  eingeschlagen oder eingeschraubt. Er hat eine hohe Tragfestigkeit und ist damit auch für große Pergolen sehr gut geeignet. 

Kann ich eine Pergola ohne Bohren befestigen?

Eine Befestigung ohne Bohren ist möglich, indem du schwere Gegenstände wie Pflanzkübel, Steine oder Sandkästen nutzt, um die Pergola zu beschweren. Alternativ kannst du spezielle Klebesysteme oder Spannvorrichtungen verwenden, die ohne Bohren auskommen.

Für eine stabile und sichere Befestigung ist jedoch Bohren meist die beste Lösung. Gerade dann, wenn du in einer Region lebst, in der häufig Wind weht, bietet die Bohrung zusätzliche Sicherheit.

Was ist bei Fundament und Verankerung zu beachten?

Ein solides Fundament ist essenziell für die Stabilität deiner Pergola. Für freistehende Konstruktionen empfiehlt sich ein Betonfundament, das die Pfosten sicher hält.

Alternativ kannst du Pfosten in Erdanker oder Betonsockel setzen. Bei einer Pergola auf einer Terrasse kannst du die Pfosten direkt verschrauben. Wichtig ist, dass alles eben und fest sitzt, um spätere Probleme zu vermeiden.

Kann ich eine Pergola auch ohne Fundament befestigen?

Ohne Fundament kannst du die Pergola auf festen, bereits bestehenden Flächen wie Terrassenplatten oder Gehwegplatten aufstellen. Hierbei kannst du die Pfosten in spezielle Bodenhülsen oder Erdanker setzen, die keine aufwändigen Fundamentarbeiten erfordern. Achte darauf, dass die Befestigung stabil genug ist, um Wind und Wetter standzuhalten.

Kann ich ein Fundament direkt auf die Erde betonieren?

Es ist möglich, ein Fundament direkt auf die Erde betonieren, indem du Betonfundamente gießt. Hierfür setzt du eine Schalung aus Brettern ein, damit der Beton in die gewünschte Form gegossen wird.

Tipps für eine wetterfeste Pergola

Wer eine Pergola selbst errichten möchte, sollte auf eine wetterfeste Bauweise achten. Die folgenden Hinweise helfen dabei, Konstruktion und Materialien dauerhaft gegen Witterungseinflüsse zu schützen:

Materialwahl

Holz eignet sich besonders gut für den Selbstbau, da es sich einfach verarbeiten lässt und eine natürliche Optik bietet. Es muss jedoch unbedingt wetterfest gemacht werden. Eine offenporige Holzschutzlasur mit UV- und Nässeschutz verlängert die Lebensdauer deutlich.

Schutz vor Bodenfeuchtigkeit

Holzpfosten sollten nicht direkt im Erdreich platziert werden, da sie sonst Feuchtigkeit aufnehmen und faulen können. Stattdessen empfiehlt sich die Verwendung von Sockelsteinen oder Pfostenträgern, die das Holz vom Boden entkoppeln.

Gefälle beim Dach berücksichtigen

Falls die Pergola über ein Dach verfügt, sollte dieses ein leichtes Gefälle aufweisen. So kann Regenwasser gezielt ablaufen, was die Konstruktion zusätzlich schützt.

Nutzung von Kletterpflanzen

Kletterpflanzen wie Clematis oder Wein können an der Pergola emporwachsen und zusätzlichen Schutz bieten. Sie spenden Schatten und wirken zugleich als natürlicher Schutz vor Wind, Regen und UV-Strahlung.

Häufige Fehler beim Bau der Pergola

Beim Selbstbau einer Pergola kommt es häufig zu Fehlern. Versuche, diese von Beginn an zu meiden, damit du lange Freude an deinem stilvollen Sonnenschutz hast. Die häufigsten Fehler sind: 

  • Fehlende oder falsche Verankerung: Setze die Pfosten nicht direkt in die Erde, verwende stattdessen Beton- oder Einschraubfundamente. 
  • Falsches Holz: Für den Selbstbau einer Pergola eignen sich ausschließlich wetterfeste Hölzer, wie Douglasie oder Lärche. Verzichte nie auf den UV- und Nässeschutz. 
  • Fehlendes Dachgefälle: Achte beim Dachbereich auf ein Gefälle von 3 – 5 Prozent. So kann Wasser ablaufen. 
  • Falscher Untergrund: Schaffe immer einen tragfähigen Untergrund und baue die Pergola nicht auf einem weichen Boden oder Rasen ohne Fundament. 
  • Falsche Größe: Häufig wird vergessen, Bewegungsfläche rund um die Möbel einzuplanen, die unter der Pergola stehen sollen. Berücksichtige eine Bewegungsfläche von wenigstens 60 cm. 

Fazit zum Bau einer Pergola

Möchtest du eine Pergola selbst bauen, starte mit einer umfassenden Planung zur Größe, dem passenden Platz und den richtigen Materialien. Durch eine passende Verankerung sorgst du dafür, dass die Pergola auch Kälte und Wind standhält. 

FAQ zum Thema Pergola selbst bauen

Wie hoch sind die Kosten für Holz für eine Pergola?

Die Kosten variieren je nach Holzart, Größe und Qualität. Für eine einfache Pergola aus wetterfestem Holz kannst du mit etwa 200 bis 600 Euro für das Holz rechnen. Bei größeren oder hochwertigeren Materialien steigen die Kosten entsprechend.

Wie tief muss das Fundament für eine Pergola sein?

Empfohlen wird eine Tiefe von mindestens 80 bis 100 cm. Grundsätzlich ist sie jedoch abhängig von den örtlichen Frostbedingungen und der Größe der Pergola. Je tiefer das Fundament, desto stabiler die Pergola. In kälteren Regionen ist eine tiefere Fundamentierung unbedingt zu empfehlen. Es bietet Stabilität und verhindert, dass die Pergola bei Wind umkippt.

Muss eine Pergola aus Holz verankert werden?

Eine Pergola aus Holz sollte unbedingt verankert werden, wenn sie freistehend ist, über Dach oder Markise verfügt oder in einem Bereich steht, in dem es sehr windig werden kann.

Kann ich eine Pergola auf Terrassenplatten befestigen?

Ja, das ist möglich. Die Pfosten können direkt an die Terrassenplatten verschraubt werden. Dafür ist es aber notwendig, dass die Platten stabil und fest verlegt sind.

Kann eine Pergola direkt an der Hauswand befestigt werden?

Die Pergola kann an der Hauswand befestigt werden, wobei die Wand als Stütze dient. Achte darauf, die Wand nicht zu beschädigen und die Befestigungen entsprechend zu wählen. Handelt es sich um ein gemietetes Haus, hole dir unbedingt die Genehmigung der Vermieter ein.